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Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Seit ein paar Jahren versprechen eine Vielzahl von Firmen Kund_innen deren „wahre Herkunft“ mithilfe von DNA-Analysen herausfinden zu können. Wer „Ancestry“ oder „23andme“ eine Speichelprobe schickt, erhält im Gegenzug ein genetisches Profil, das prozentgenau eine vermeintliche Zugehörigkeit zu Regionen und Bevölkerungsgruppen aufschlüsselt.
Ähnlich wie die Gesundheitsvorhersagen einiger Anbieter, ist jedoch auch die Aussagekraft der Abstammungsanalysen wissenschaftlich umstritten.
Der immer weiter sinkende Preis der Analysen deutet zudem darauf hin, dass das eigentliche Geschäftsmodell der Firmen kein Service für Ahnenforscher_innen ist.
Datenschutzrechtliche Bedenken sind angebracht: DNA-Daten gelten durch ihren Informationsgehalt und ihre Einzigartigkeit als besonders sensibel. Gesetzlich werden sie hierzulande daher durch Zugriffe durch die Versicherungsindustrie, Arbeitgeber und den Staat geschützt.

Demgegenüber steht die tatsächliche Aussicht möglicherweise enge biologische Verwandte durch Abstammungsgentests zu finden. Eine genaue Abwägung der Chancen und Risiken lohnt sich also vor dem Kauf.


Familia Austria lädt daher ein zu

Vortrag & Diskussion:

DNA-Genealogie – Versprechen und Risiken von kommerziellen Abstammungsgentests
Referentin: Frau Dr. Isabelle BARTRAM

Zeit: Donnerstag, 21. März 2019, 18:00
Ort: Wien
Alle Interessierten sind dazu eingeladen, die Teilnahme wird kostenlos sein.


ANMELDUNG:
Da das Interesse groß sein wird und wir daher einen passenden Saal suchen müssen, ersuchen wir um Ihre baldige namentliche Anmeldung an Frau Ursula Faustmann:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Betreff: DNA-Genealogie

Die Referentin Frau Dr. Isabelle Bartram, Molekularbiologin, ist Mitarbeiterin des Gen-ethischen Netzwerkes, das die Entwicklungen im Bereich von kommerziellen Gentests von Anfang an verfolgt. Sie wird die Risiken der Tests und den wissenschaftlichen Diskussionsstand zu kommerziellen Gentests beleuchten.

Das Gen-ethische Netzwerk e.V. (GeN) beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit den gesellschaftlichen Folgen von bio- und reproduktionstechnologischer Forschung. Der Verein mit Büro in Berlin setzt sich für Transparenz und Verantwortung in Wissenschaft und Forschung ein. Seine Publikationen werden in Zusammenarbeit mit kritischen Wissenschaftler_innen, Gruppen und Initiativen erarbeitet. Sie sind in der vierteljährlichen Fachzeitschrift Gen-ethischer Informationsdienst (GID) oder online nachzulesen.
Web: www.gen-ethisches-netzwerk.de
Twitter: @GeNetzwerk