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Da Leibfahla

Eine Mundarterzählung von Peter Rosegger.

 

Freili nit, go nit, ghört sih nit, daß ma wen auslocht und ausspödlt vawegn an Leibfahla; an iada Mensch is, wia n Gott daschoffn hot. Sogts a da Perchberga Pfora.

Wan i dazähl, was i selba dazähln han ghört: daß in da Perchberga Pfor an jader an Kropf hot, so is däs nit gonz richtig. Immer oana hot zwen. Da Pfora hot ah oan und gang uns däs weita nix on.

Do kimt amol in an Sunta, muaß in Suma sei gwen, a Fremder in die Kirchn. Den schauns s olli on, drahn sih um, schaun an on, stessen oanonda mitn Elbogn und pfugazn. "Jo richti!" sogn de. "Na wohrla!" moan de. "Oba so wos!" fleantschln d Weibaleut und kinen eahner in Fremdn nit gmua onschaun. Wos is 's? Da Fremdi hot koan Kropf.

Und wias da Pfora wohrnimt, daß s'n auskudern (auskichern), in Fremdn, do holt't er a guatmüatige Onred an die Gmoan und sagt:

"Müaßts nit, meini liabn Leut, müaßts'n nit auslochen, in ormen Mon.

Tuats unsern Herrgot liaba donkn für enka Zier, die er in fremdn Mon vasogt hot! Er kann nix dafür, für sein Gebrechn."