Wählen Sie die Sprache der Netzseite ...
Schriftgröße ändern

Aus der alten Zeit!

Ehedem war es unter Umständen gar gewinnbringend Kriegsgefangene zu machen, denn diese stellten einen Wert dar, wie nur irgend ein Ding.
So lesen wir, daß 1591 im Nachlaß eines gewissen Hans Globitzer zu Packenstein und Gleinstätten auch ein paar Dutzend gefangener Türken mit dem „Schätzwert“ von 19.270 Talern als „Aktivpost“ erschienen!

Darunter ein Delly Mustapha „sambt zwayen Herrn Roß mit aller Zugehörung — per 2000 Taler; Delly Sinau per 6.000 Taler; Mehemet von Funfkhirchen per 1200 Taler; ein Wallachin sambt einem Khindt per 120 Taler“ usw.

Ein "Herr Puterer selig" schenkte einen armen Gefangenen, „der sich nit zu schätzen gehabt, des Herrn Schratn Junckfrau Tochter..."
Anderseits forderten wieder die Türken für einen abgefangenen deutschen Bauern aus Wismat „18 Daller“.

Da im Jahre 1529 allein aus der Pfarre Krieglach von den Türken „800 und etlich Perschonen wekgefiehrt“ worden waren, kann man sich ungefähr eine Vorstellung machen, welche Summen bei einer Auslösung in Betracht kamen — aber der Chronist meldet nicht, daß die „800 und etlich Perschonen“ wieder zurückgekauft wurden. Ihre Nachfahren sitzen heute wohl irgendwo in der Türkei als regelrechte Mohamedaner. . .