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Aktueller Erfassungsstand: 1.571.000 Soldaten
(Verwundete, Kriegsgefangene, Tote, Vermißte)
(Stand, 21. Juli 2019)

56% DES PROJEKTS SIND GESCHAFFT !!!!!!!!!

Ab dem Jahr 2011 wurden die gedruckten Verlustlisten der österreichisch-ungarischen "Bewaffneten Macht" aus dem Ersten Weltkrieg bei ANNO und Kramerius eingestellt.
Es handelt sich dabei um 709 Hefte "Verlustlisten" (1914-1919), 11 Hefte "Ergänzungen und Berichtigungen" zu den Verlustlisten (1914-1915), 546 Hefte "Nachrichten über Verwundete und Kranke" (1914-1917), 4 Hefte "In Przemyśl Kriegsgefangene" (1915-1916) und 6 Hefte "Kriegsgefangene" (1916-1918), also insgesamt um 1276 Hefte.

Für jeweils 5 Hefte "Verlustlisten" gibt es ein Alphabetisches Register - insgesamt 141 Hefte (1914-1919)

Diese Hefte bestehen jeweils aus alphabethisch geordneten Listen der Offiziere und der Mannschaften, ab der Liste 506 vom 23. Dezember 1916 gibt es auch ein eigenes Kapitel für die Einjährig-Freiwilligen.  Am Schluß stehen meistens Ergänzungen und Berichtigungen früherer Listen.

In diesen Heften sind schätzungsweise 4,6 Millionen Gefallene, Verwundete, Kranke, Kriegsgefangene und Vermißte aus sämtlichen Armeen der habsburgischen Donaumonarchie (k.u.k.-Armee, k.u.k.-Marine, k.k. Landwehr, k.u. Landwehr, k.s. Landwehr usw.) verzeichnet.

 

Schon bald gab es Vorschläge diese Quelle elektronisch zu erfassen.
Auf Grund unseres damals laufenden (und 2016 erfolgreich abgeschlossenen) Projekts "Wiener Zeitung" und des sehr großen Umfanges dieses Projektes, hat unsere Familia Austria damals beschlossen, hier einen anderen Weg einzuschlagen und folgende Planungsetappen vorgesehen.

Phase 1:
Wir haben mit dem Österreichischen Staatsarchiv Kontakt aufgenommen, unsere Pläne erklärt und um die Zurverfügungstellung einer Reihe der 709 Originalhefte dieser "Verlustlisten" gebeten.
Das wurde positiv beantwortet und wir ließen diese mehr als 38.000 Seiten in bestmöglicher Qualität (Auflösung) von einer Spezialfirma einscannen.

Phase 2:
Anschließend erstellten wir möglichst komplette Listen der vorkommenden Vornamen, Chargen (militärische Ränge), Truppenkörper (militärische Einheiten) usw. - jeweils hunderte bis tausende Begriffe.

Phase 3:
Mit Hilfe diesen Listen ließen wir die Scanns wieder von einer Spezialfima in Text umwandeln und die Qualität dieser Übertragung immer weiter verfeinern.

Phase 4:
Da die kriegsbedingte Druckqualität der Hefte (minderwertiges Papier, schadhafte Typen, zu wenig Fachpersonal usw.) oft problematisch ist, haben wir die korrekte Zeilentrennung mittels eines eigens dafür entwickelten Programms "händisch" durchgeführt.

Phase 5:
Die manuelle Durchsicht der Datensätze um OCR-Übertragungsfehler auszubessern.

Knapp bevor Phase 5 beginnen konnte, wurden wir dadurch überrascht, daß zwei weitere Gruppen (eine um einen österreichischen Berufsgenealogen und der Verein für Computergenealogie in Deutschland) kurz hintereinander damit begonnen haben, diese 709 Verlustlisten komplett händisch abzuschreiben.

Der Verein für Computergenealogie (CompGen) hat daraufhin zur Zusammenarbeit eingeladen und wir haben betont, daß wir zur Kooperation bereit sind und uns mit jeder anderen Gruppe gerne zusammensetzen, um die Projekte zusammenzulegen und so sinnlose Doppelarbeit zu vermeiden.
Die EDV-Wissenden beider Gruppen haben lange beraten und schließlich eine Lösung gefunden.
Der Berufsgenealoge hat dagegen leider bisher nicht geantwortet.

Die Lösung sieht nun so aus, daß wir unseren Bearbeitungsstand der Listen an CompGen übermitteln und dieser folgende weitere Bearbeitungsschritte setzt:

- Zerlegung des Fließtextes in die einzelnen Felder
- möglichst genaue Positionierung der Daten auf dem Scan
- listenweises Einspielen der Daten in die DES-Erfassungsoberfläche unter steter Erweiterung der Vorkommenslisten
- die Weiterentwicklung und Bereitstellung des Daten-Eingabe-Systems DES
- die laufende Betreuung der Mitarbeiter während der Erfassungsphase. 
- die laufende Qualitätskontrolle, Fehlerkorrektur
 
Im Erfassungsystem DES werden die für OCR unlesbaren Begriffe nun gemeinsam, unter Mitarbeit möglichst vieler Forscher aller beteiligten Gruppen, ergänzt bzw. berichtigt. Dazu ist das von CompGen entwickelte DES-System sehr gut geeignet.

Mit diesem System, einzelne Informationen zu ergänzen bzw. richtigzustellen, sparen wir gegenüber dem vollständigen Erfassen mindestens 50% der Zeit, bzw. kommen doppelt so rasch vorwärts.

Wir freuen uns, daß auch unsere befreundeten Vereine Arbeitskreis donauschwäbischer Familienforscher e.V. (AKdFF) und Arbeitskreis ungarndeutscher Familienforscher e. V. (AKuFF), dankenswerterweise initiiert von Herrn Dr. Günter Junkers, Mitglied bei Familia Austria, CompGen, AKdFF und AKuFF, mit dabei sind, ebenso die Oberösterreichische Landesbibliothek
Seit Anfang Juli 2018 unterstützen nun auch unser befreundeter Verein Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher (VSFF) und das Kroatische Staatsarchiv (Hrvatski državni arhiv) unser Gemeinschaftsprojekt.
Weitere Vereine und Gruppen sind herzlich eingeladen sich ebenfalls zu beteiligen.

Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit, seit dem 14. November 2017 schon mehr als 1.319.000 Datensätze zusätzlich zu den bis Mitte November 2017 bereits von CompGen, AKdFF und AKuFF erfaßten rund 252.000 Datensätzen, sind schon jetzt unter http://des.genealogy.net/ou1wk/search/index bei CompGen kostenlos und ohne Zugangskennwort abrufbar.
Sie werden künftig auch in einer eigenen Datenbank auf unserer Netzseite bei Familia Austria abrufbar sein, frei und ohne Zugangskennwort.

Wir erfassen diese Daten übrigens völlig originalgetreu, also mit allen Sonderzeichen (diakritischen Zeichen) aller Alphabete der alten Donaumonarchie, um auch eine spätere wissenschaftliche Auswertbarkeit zu ermöglichen.

Diese Phase 5 per DES wurde am 13. November 2017 gestartet und seither wächst diese Datenbank täglich um ca. 2300 Datensätze an.
Hier finden Sie die jeweils aktuelle Projektstatistik: http://des.genealogy.net/ou1wk/statistics/index

Je mehr Mitarbeiter, desto schneller wird es vorwärtsgehen.
Wir laden daher Sie liebe Forscherinnen und Forscher ein, sich an dieser vollständigen Erschließung der Österreichisch-Ungarischen Verlustlisten zu beteiligen.
Die Mitarbeit ist denkbar einfach. Man benötigt lediglich einen Internet-Zugang, muß sich einmalig bei DES anmelden und kann die Arbeit jederzeit unterbrechen.

Weitere Informationen finden Sie hier:
http://www.verlustlisten.at

Die Bedienungsanleitung http://docs.genealogy.net/des/ ist sowohl in deutsch und englisch als auch in ungarischer Sprache zu lesen.

Wir wissen, dass diese Erfassung ein riesiges Projekt mit vermutlich ca. 2,75 Millionen Datensätzen ist, aber wir sind sicher, dass wir es "Manibus Unitis" (Wahlspruch von Familia Austria) schaffen werden.

 

ÜBERSICHTEN ZUM ERFASSUNGSSTAND (04. Juni 2019: 1.500.000 Datensätze)
bitte jeweils anklicken

Farblegende

Kriegsjahr 1914       (komplett erfaßt)      

Kriegsjahr 1915       (komplett erfaßt)     

Kriegsjahr 1916                    

Kriegsjahr 1917    (keine Veränderung gegenüber dem 8. Februar 2019)

Kriegsjahre 1918 und 1919   (keine Veränderung gegenüber dem 14. Juni 2018)

Gesamtübersicht zum Anwachsen des Erfassungsstandes

 

Erfassungsstand nach VL-Heften beim Erfassungsstand von 1.300.000 Datensätzen (02. Februar 2019):

1914: 89 Hefte
davon 89                           komplett

1915: 258 Hefte
davon 258 komplett (+ 51)   komplett

1916: 161 Hefte
davon 23 (+ 5) komplett, 2 (+ 1) zu über 50% - und 136 (- 6) zu unter 50% erfaßt 

1917: 131 Hefte
davon 33 (+ 2) komplett, 0 (- 2) zu über 50% - und 98 (- 0) zu unter 50% erfaßt

1918: 67 Hefte
davon 67 zu unter 50% erfaßt

1919: 3 Hefte
davon 3 zu unter 50% erfaßt

Gesamt: 709 Hefte
davon 403 komplett (+ 56)
, 2 (- 3) zu über 50% - und 304 (- 53) zu unter 50% erfaßt

 

 

Kronlandsverteilung beim Erfassungsstand am 04. Juni 2019 von 1.500.000 Datensätzen (Soldaten)
(zum Vergleich in den Klammern der Stand vom 2. Februar 2019 bei 1.300.000 Datensätzen bzw. 30. Sept. 2018 bei 1.000.000 Datensätzen bzw. vom 30. April 2018 bei 603.000 Datensätzen bzw. vom 1. Dezember 2017 bei 283.280 Datensätzen)

459.329 Ungarn            (389.198, 281.644, 167.816, 58.952)
199.455 Böhmen            (169.664, 126.501,  67.829, 26.586)
133.991 Galizien          (114.98689.596,  51.939, 17.785)

 71.701 Mähren            ( 60.76441.396,  23.754,  9.730)
 49.864 Niederösterreich  40.486,  31.047,  18.376,  8.224) (hier gehörte Wien dazu)
 31.966 Kroatien          27.760,  23.423,  15.992,  5.371) (teilweise bei Slavonien enthalten)
 29.428 Steiermark        25.212,  18.221,   9.669,  3.611)
 24.509 Bosnien           ( 21.087,  16.668,   9.083,  3.179) (oft inkl. der Herzegowina)
 24.444 Slawonien         ( 21.987,  16.248,   8.908,  3.515) (Teil von Kroatien)
 20.080 Österr. Schlesien ( 17.368,  11.501,   6.511,  2.838) 
 19.937 Tirol             ( 17.923,  14.512,   9.698,  4.232) 
 19.734 Oberösterreich    ( 17.11212.758,   8.302,  4.943)

 14.318 Bukowina          ( 11.595,   8.547,   4.766,  1.354)
 11.647 Dalmatien         (  8.591,   6.835,   3.856,  2.015)
 10.182 Krain             (  8.584,   6.046,   2.808,  1.290)
  8.429 Kärnten           (  7.018,   4.386,   2.287,  1.038)
  6.546 Küstenland        (  5.495,   3.839,   2.300,    764) (Istrien, Görz und Gradisca, Triest)
  4.812 Salzburg          (  3.973,   2.955,   1.934,  1.140)

  3.963 Istrien           (  3.304,   2.437,   1.483,    414) (oft in Küstenland enthalten, hier auch manche Triestiner)
  3.181 Herzegowina       (  2.633,   2.178,   1.064,    268) (oft auch bei Bosnien enthalten)
  2.386 Vorarlberg        (  2.166,   1.802,   1.171,    485)

     81 Görz und Gradisca (     69,      53,      23,      6) (meistens in Küstenland enthalten)

Beim Rest ist kein Kronland angegeben, bei einigen nur Österreich und es sind auch einige Ausländer (Reichsdeutsche) enthalten.