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Wien, 8. Juni 1942 - Wien, 28. Oktober 2017

Herr Kurt M. Mravlag wurde mitten im Krieg in Wien geboren und wuchs mit den Eltern und einem Bruder auch hier auf.

Er studierte an der Technischen Universität in Wien Maschinenbau und übte diesen Beruf in der Folge rund 20 Jahre lang in der Nähe Wiens aus. Anschließend war er für verschiedene Firmen, darunter mehr als 14 Jahre lang für die Firma Continental, als Konsulent für Allgemeinen und Sondermaschinenbau weltweit tätig.

Er war zwei Mal verheiratet und hinterläßt mehrere Kinder.
Mit seiner zweiten Gattin lebte er seit mehreren Jahren auf Java, in der Nähe von Jakarta, "im ewigen Frühling", wie er das ausdrückte.

Er forschte über seine Familie, besonders derer Herkunft aus der Region Trifail (slowe. Trbovlje) an der Grenze zwischen der Krain und der Untersteiermark und in den Windischen Bühel (slowe. Slovenske Gorice).

Herr Dipl.-Ing. MRAVLAG war im Dezember 2007 einer der wesentlichen Impulsgeber für unser Projekt 'Wiener Zeitung', er fungierte als "Technischer Helfer" und "Lesehelfer", die besonders zu Projektbeginn sehr viel Arbeit hatten.
https://www.familia-austria.at/index.php/manibus-unitis/wiener-zeitung/geschichte-wz?showall=1&limitstart=
Der in den Anfangsjahren häufigen Kritik am Projekt trat er stets wortgewaltig entgegen.

Er war auch eines der ersten Mitglieder unserer Familia Austria (Mitglied Nr. 38), ging stets verläßlich mit uns durch die schwierige Anfangszeit voller anonymer Angriffe und wies manchen Troll in die Schranken.

Wenn er zu Besuch in Wien war, nahm er gerne an unseren Stammtisch- und Familia-Veranstaltungen teil. Sein Besuch im Frühsommer 2010 war der Anlaß für das erste Familia Austria Sommerfest am 10. Juli 2010, d.h. auch hier war er maßgeblich am Beginn einer erfolgreichen Tradition beteiligt.

Für den ersten Band unserer Schriftenreihe https://www.familia-austria.at/index.php/schriftenreihe steuerte er einen Artikel über seinen Großonkel Dr. Viktor Mravlag bei.
Auch die 2016 über seinen Großonkel verfaßte Biographie befindet sich in unserer Vereinsbibliothek.

Die ihm angebotene Würde eines Ehrenmitglieds hat er abgelehnt. "Andere haben viel mehr geleistet", meinte er bescheiden dazu.

Beim Sommerfest 2017 war er noch dabei, ebenso bei einem Treffen im kleinen Kreis Ende August. Dann ist er seiner schweren Krankheit recht rasch erlegen.
Er wurde in seiner Wahlheimat Indonesien bestattet.

Er war ein gebildeter Mann und ein verläßlicher und aufrichtiger Freund unserer Familia.
Wir werden ihm und seinem Werk ein ehrendes Angedenken bewahren.

Günter Ofner, Wien im Mai 2018